Protokoll – 1. Treffen des Arbeitskreises ‚Promotionsförderung von Fachhochschulabsolvent/innen’ FBTS

Prof. Dr. Sabine Mertel:1 Hochschule Zittau/ Görlitz – Furtstr. 2, 02826 Görlitz s.mertel@hs-zigr.de – 03581 4828127 – 0173 9584312

Anwesende:

Prof. Dr. Stephan Beetz, Hochschule Mittweida/ Roßwein

Prof. Dr. Silke-Brigitta Gahleitner, Alice Salomon Hochschule Berlin

Prof. Dr. Lena Inowlocki, Fachhochschule Frankfurt am Main

Prof. Dr. Rudolf Schmitt, Hochschule Zittau/ Görlitz

Katja Beschow, Dipl.- Kult. Päd., Hochschule Merseburg (FH)/ wiss. Mitarbeiterin

Heidi, Reinl, Dipl. Päd., Hochschule Esslingen/ Forschungsreferentin

Heyde, Lysann, Dipl. Soz.-Päd., Hochschule Merseburg (FH)/ wiss. Mitarbeiterin

Schraml, Christiane, Dipl. Soz.-Päd., Katholische Hochschule für Sozialwesen

Berlin/ wiss. Mitarbeiterin

Sitzungsablauf:

  1. Allgemeine Vorstellungsrunde
  2. Austausch über Promotionspraxis und Ideen zu Promotionsbera-tung/ Kolloquien aus den Hochschulen der Kolleg/innen

 

Frau Reinl:

Generell sind an der Hochschule Esslingen folgende Varianten der Promotion vor-stellbar und realisiert worden:

  1. Promotion im Rahmen eines Forschungsprojektes als Projektmitarbei-ter/innen
  2. Promotionen mit individueller Betreuung (Professor/in der Hochschule und Kooperation mit Professor/innen von Universitäten)
  3. Im Rahmen der Promotionsförderung ‚Mathilde-Planck-Programm’ bis 2006 (Promotionsförderprogramm für Frauen in Baden-Württemberg) – Aller-dings bestehen weiterhin die Begleitzirkel Promotion als Vorbereitungsse-minare und Beratungen für Wissenschaftlerinnen während der Promotions-phase
  4. Eigene Promotionskolloquien oder Methodenschulungen finden nicht statt (Ausnahme – Forschungswerkstatt Masterstudiengänge)

 

Es ist vorgesehen, dass die Hochschulleitung Kooperationen mit den Universitä-ten klärt (Institutionalisierung der Promotionspraxis); im Besonderen bestehen gute Kontakte zur Uni Tübingen. Gespräche zwischen Prorektor Forschung (Uni Tübingen) und Hochschule Esslingen sind für das SomSe geplant.

Frau Profin. Inowlocki:

Aufgrund der guten Kooperationen zur Uni Frankfurt finden derzeit individuelle Promotionsbetreuungen statt. Es gibt Überlegungen, ein Institut zu gründen, um dort auch Promotionsmöglichkeiten bereitzustellen, zumal jetzt auch Masterstu-diengänge hinzukommen; institutionalisierte Formen wie Kolloquien etc. existie-Prof. Dr. Sabine Mertel:2 Hochschule Zittau/ Görlitz – Furtstr. 2, 02826 Görlitz s.mertel@hs-zigr.de – 03581 4828127 – 0173 9584312

ren derzeit noch nicht. Die Promotionsvorhaben sind allesamt sehr forschungs-orientiert, obgleich kein Methodenangebot intern vorgehalten wird.

Herr Prof. Beetz:

An der Hochschule in Roßwein gibt es individuelle Kooperationen mit der TU Dresden, aber ansonsten noch keine institutionalisierte Formen wie Kolloquien oder Forschungswerkstätten etc., aber damit soll gestartet werden. Von Interes-se ist auch, Informationen zu Masterabschlüssen und Promotion sowie berufliche Perspektiven nach der Promotion zu sammeln.

Frau Schraml:

Seit 2008 gibt es eine Promotionsberatung, für die sie selbst zuständig ist. Die Stelle als wiss. Mitarbeiterin hat einen Umfang von 10 Std. Desweiteren gibt es einen Arbeitskreis ‚Promotion mit FH-Abschluss’ (ganztägige Treffen/ je zwei pro Semester) für Interessierte und Promovend/innen, und es werden auch Weiter-bildungsinfoabende zu Promotion veranstaltet.

Die Hochschule strebt momentan an, eine institutionalisierte Form der Promoti-onsförderung zu finden. Vorstellbar ist es, Forschungsprojekte und entsprechen-de Förderstellen zu akquirieren, aber auch Graduiertenkollegs zu etablieren, um die gängige individualisierte Betreuungsart zu verändern (auch Berliner Initiative für Frauenstipendien).

Frau Profin Gahleitner:

An der ASFH werden unterschiedliche Wege der Promotionsbetreuung und Förde-rung eingeschlagen:

  1. Alice-Salomon-Stipendienprogramme (elfte Ausschreibung 2008)
  2. Berliner Frauenforschungsförderung/ Methoden- und Schreibwerkstätten (Exposè)
  3. Promotionskolleg und Methodenworkshops/ Forschungssupervision
  4. DGS (Deutsche Gesellschaft für Sozialarbeit) Workshops
  5. Klinisches Kolloquium für Promovend/innen (Gahleitner) sowie ein weiteres Doktorand/innenkolloquium (Wolff)
  6. Promotionschancen und Förderungen in Kooperation mit internationalen Hochschulen

 

Allerdings ist auch bei den bundesweiten Kontakten die Kooperation mit den Uni-versitäten individuell.

Herr Prof. Schmitt:

Praxis der Promotionsförderung an der Hochschule Zittau/Görlitz sieht so aus, dass ein Promotionskolloquium besteht; zusätzlich werden Veranstaltungen in der Hochschule wie bspw. Dies academicus oder Alumnitreffen gezielt genutzt, um gemeinsam mit Studierenden und Promovend/innen sowie Kolleg/innen ins Gespräch zukommen.

Die Promotionsbetreuungen sind auch individuell geregelt. Konkrete Erfahrungen liegen mit der TU Dresden, Uni Leipzig, Uni Lüneburg sowie TU Darmstadt vor.

Frau Heide/Frau Besche:

Es wird über eigene Erfahrungen mit Stipendien, wissenschaftlichen Mitarbei-ter/innenstellen und Promotion in Sachsen-Anhalt berichtet. Teilweise sind die WIKÜ-Stellen nicht mit Promotionsprofil ausgeschrieben, somit fehle auch der Vorlauf für die Doktorarbeiten, d.h. es müssen Leistungsnachweise noch erbracht werden, was die Bewerbung bzw. den Anlauf recht aufwendig mache. An der Prof. Dr. Sabine Mertel:3 Hochschule Zittau/ Görlitz – Furtstr. 2, 02826 Görlitz s.mertel@hs-zigr.de – 03581 4828127 – 0173 9584312

Hochschule gibt es momentan noch keine weiteren Betreuungseinheiten wie Kol-loquien oder Methodenworkshops, sondern individuelle Betreuung von Profes-sor/innen. Aber es besteht Interesse an Veränderungen der Promotionspraxis

  1. Überlegungen zu Instrumenten und Interventionen zur Promoti-onsförderung nach FH-Abschluss

 

Insgesamt zeigt sich, dass institutionalisierte Praxen der Promotionsbetreuung in den o. g. Hochschulen äußerst unterschiedlich vorliegen; ebenso sind die koope-rativen Promotionsverfahren mit Universitäten in der Regel von einzelnen Perso-nen und Kontakten abhängig; in Sachsen-Anhalt kommt erschwerend die Dop-pelbetreuung der Gutachter/innen aus Universitäten hinzu (keine kooperative Promotionspraxis).

Bedeutsam werden deshalb folgende Aufgabenbereiche für den AK:

  1. Promotionskolloquien und Promotionsgremien, d.h., wie kann ein Kollo-quium/ Gremium an der Hochschule implementiert werden?
  2. Stipendienprogramme und spezifische Förderinstrumente (Frauenförde-rung) sowie Drittmittelprogramme (BMBF), d.h. Recherche zu den spezifi-schen Landesprogrammen bzw. Bundes- oder EU-Programmen

iii. Graduiertenkollegs – Informationen und Recherche zu den aktuellen Rege-lungen der Kollegs und Förderprogrammen allgemein

  1. Recherche zu Forschungsinstituten an den Fachbereichen bzw. Hochschu-len, die für Promotionsförderungen assoziiert werden können

 

Dies führt konkret dazu:

Zu i. Beim nächsten FBTS im Juni 2009 an der Hochschule Jena soll mit Vorstand und den Dekan/innen über die Möglichkeit der Verankerung einer/ eines Promo-tionsbeauftragten an den Fachbereichen diskutiert werden; Funktionen der/des Promotionsbeauftragte (n) könnten sein, a. einen Promotionsausschuss einzube-rufen, bzw. diesem vorzustehen (Promotionskommission), b. Beratungen zu Promotionen vorzunehmen bzw. mit kooperierenden Kolleg/innen abzustimmen, c. Kolloquien auszurichten bzw. zu initiieren, d. Ansprechpartner/in für Kol-leg/innen am FB zu sein. Um Synergieeffekte zu nutzen, schlägt Kollege Schmitt vor, evtl. eine Personalunion von Forschungs- und Promotionsbeauftragten zu erörtern.

Zu ii. Die Sprecherin des AK nimmt eine Recherche zu den o. g. Programmen bis zum nächsten Treffen vor.

Zu iii. In den einzelnen Hochschulen soll mit interessierten Kolleg/innen überlegt werden, welche Inhalte und Kooperationspartner/innen für die Anbahnung von Graduiertenkollegs vorstellbar wären; gleichermaßen erfolgt eine Information über die geltenden Bestimmungen zu Graduiertenkollegs und ggf. Erfahrungs-werte aus anderen Hochschulen von der Sprecherin an die AK Kolleg/innen bis zum nächsten Treffen.

Zu iv. Eine Anfrage zu Forschungsinstituten an den Vorstand FBTS bzw. als Anf-rage an die Fachbereiche wird von der Sprecherin geklärt. Desweiteren soll auf Vorschlag von Kollegin Gahleitner, Kollege Konrad Maier angefragt bzw. für eine kommende Sitzung eingeladen werden, um über seine Erfahrungen mit For-schungsinstituten zu berichten. Prof. Dr. Sabine Mertel:4 Hochschule Zittau/ Görlitz – Furtstr. 2, 02826 Görlitz s.mertel@hs-zigr.de – 03581 4828127 – 0173 9584312

 

  1. Vorstellung der Fachgruppe ‚Promotionsförderung nach FH-Abschluss’ der Deutschen Gesellschaft für Sozialarbeit (DGS) – Sprecher: Prof. Dr. Rudolf Schmitt

 

Kollege Schmitt erläutert die Aktivitäten zu Promotionsförderungen, die die Pro-motionsrundmail, die Handreichung ‚Promotionen in der Sozialen Arbeit nach FH-Abschluss’, den Flyer ‚Informationen zur Promotion für FH-Absolvent/innen der Sozialen Arbeit’ und die Homepage mit promotionsrelevanten Informationen um-fassen (siehe http://hs-zigr.de/~schmitt und für die Anmeldung auch r.schmitt@hs-zigr.de).

Seit März 2009 werden diese Informationsquellen und Netzwerke auch auf der Homepage und als Rundmail für die Fachgruppe ‚Promotionsförderung nach FH-Abschluss’ der Deutschen Gesellschaft für Soziale Arbeit (DGS) bearbeitet.

Die kontinuierliche Vernetzung und der bundesweite Austausch der beiden neuen Arbeitsgruppen (AK des FBTS und FG der DGS) sind überaus konstruktiv; weitere inhaltliche Vorhaben und Absprachen (auch hochschulpolitische Forderungen) sind bei den diesjährigen Treffen zu konkretisieren.

  1. Informationen und Termine

Kollegin Inowlocki (Frankfurt a. M.) informiert über eine Veranstaltung der Sekti-on Biografieforschung der Deutschen Gesellschaft für Soziologie:

Vom 03.- 05.12.2009 wird an der Fachhochschule Frankfurt am Main die Tagung zum Thema (Arbeitstitel) – „Biografiearbeit und Biografieforschung“ stattfinden (Call for papers – April 2009).

Das nächste Treffen des AK findet im Anschluss an den Fachbereichstag am Donnerstag, 18.06.2009 ab 14.00 Uhr statt. Eine Einladung mit Ta-gungsordnungspunkten und genauer Zeitstruktur folgt.

Vielen Dank für Interesse, Austausch und Ideensammlung!

Sabine Mertel

(Sprecherin des AK)